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15.11.2017 Mittwoch DLRG 24-Stunden-Katastrophenschutzübung

DLRG Seligenstadt mit 6 Einsatzkräften und 2 Fahrzeugen dabei

Kreis Offenbach/Seligenstadt - Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) ist die größte freiwillige Wasserrettungsorganisation der Welt. Der Katastrophenschutz zählt satzungsgemäß zu den Kernaufgaben der DLRG. Der Kreisverband Offenbach-Land führte zusammen mit dem 1. Wasserrettungszug (WRZ) Main-Kinzig eine 24-Stunden-Katastrophenschutzübung am und auf dem Main bei Hanau (Großkrotzenburg bis Hanau-Steinheim) durch. Fünfzehn Einsatzfahrzeuge, Sieben Boote und über 60 DLRG Rettungskräfte nahmen an der Übung teil.

Am Samstagmorgen bereiteten die Teilnehmer der örtlichen Gliederungen an den verschiedenen Sammelstellen ihre Einsatzfahrzeuge vor. Um 9:45 Uhr trafen sich alle Einsatzkräfte des Kreises Offenbach am Badesee in Hainburg. Dort wurden die Fahrzeuge strategisch besetzt, die Gespanne abfahrtbereit gemacht und eine erste Einweisung durchgeführt. Um 10:30 Uhr traf der WRZ des Main-Kinzig-Kreises ebenfalls am Badesee in Hainburg ein.

Mit einer Fahrt im Einsatzverband ging es zur ersten Übung. An der Großauheimer Nato-Rampe mussten Einsatztaucher ein technisches Gerät im Main finden, unter Wasser auseinandernehmen und wieder zusammensetzen. Erschwerend kam hinzu, dass die Nato-Rampe von einem dicken Baum versperrt war. Er musste per Motorsäge in Einzelteile zerlegt werden bevor die Taucher aktiv werden konnten. Zeitgleich bekamen die Einsatzkräfte die Meldung, dass an den Mühlheimer Steinbruchseen zwei Verletzte nach einer Rangelei gerettet werden mussten. Um die verletzten Personen zu retten, mussten sich zwei Strömungsretter von der Brücke abseilen.

Am Nachmittag gab es den nächsten Einsatzbefehl. Um eine Überflutung von Steinheim zu verhindern musste ein Damm gebaut werden. Im Hanauer Hafen wurden über 300 Sandsäcken gefüllt. Die Rettungskräfte bildeten eine Menschenkette um die bis zu 25 kg schweren Sandsäcke in die Boote zu bringen. In vielen Fahrten brachten die Boote die Sandsäcke auf die andere Seite des Mains ans Steinheimer Ufer wo bereits eine zweite Helferkette auf sie wartete und den Damm zum Hochwassersschutz aufbaute. Nach Fertigstellung des Damms wurde dieser auch wieder Fachmännisch abgebaut und die leeren Sandsäcke für den nächsten Einsatz vorbereitet.

Die Fahrzeuge wurden wiederbesetzt und es ging gemeinsam in die Einsatzzentrale im Gefahrenabwehrzentrum in der Johann-Karl-Koch-Straße um zusammen zu essen. Da es bereits später Abend war wurden die zur Verfügung gestellten Feldbetten aufgebaut. Die müden Einsatzkräfte konnten sich so einige Minuten ausruhen. Um 3:00 Uhr kam der nächste Einsatzbefehl: in der Dunkelheit mussten Personen vom Dach eines überfluteten Gebäudes gerettet werden. Innerhalb weniger Minuten waren die Rettungskräfte auf dem Weg in Richtung Kraftwerk Staudinger. Mit Booten und Strömungsrettern konnte auch diese Aufgabe erfolgreich gemeistert werden. Parallel zu diesem Einsatz mussten auch zwei vermisste Personen auf der Kinzig gesucht werden. Um 9:00 Uhr waren dann alle Einsatzkräfte wieder in der Einsatzzentrale versammelt. Nach Reinigung der Einsatzfahrzeuge trafen sich alle zur abschließenden Einsatzbesprechung. Die beiden Organisatoren der 24-Stunden-Übung Sedat Müftahi (DLRG Main-Kinzig) und Christian Weber (DLRG Offenbach-Land) zogen ein sehr positives Fazit der Übung und beendeten um 11:00 Uhr diese erfolgreich.

Die Übung diente zur Vorbereitung auf alltägliche Einsätze zur Rettung von Menschenleben, aber auch für mehrtägige Einsätze bei Katastrophenfällen, zum Beispiel bei Hochwasser. Die geplanten Übungsteile, wie das Fahren im Einsatzverband, die Durchführung von Boots- und Tauchübungen, der Einsatz technischer Mittel, wie Seilwinde und Kettensäge, und das Retten von Personen aus Wasser- und Hochwassergefahren, konnten wie geplant erfolgreich durchgeführt werden.

Die DLRG Seligenstadt, die durch eine erweiterte Wasserrettungsgruppe im Kreis Offenbach in den Katastrophenschutz des Landes Hessen integriert ist, war mit zwei Fahrzeugen und sechs Helfern bei dieser Übung dabei. Ein Schwerpunkt der DLRG Seligenstadt ist unter anderem die Ausbildung von Strömungsrettern, die speziell im Katastrophenschutz zum Einsatz kommen. So waren aus Seligenstadt zwei Strömungsretter Stufe 2 (beide Gruppenführer SR) und zwei Strömungsretter Stufe 1 dabei. Zusammen mit zwei Strömungsrettern der DLRG Hainburg wurden so zwei Strömungsretter-Trupps gestellt, die während der 24-Stunden-Übung mehrere Aufgaben erfolgreich absolvierten. Die Zusammenarbeit mit den Kollegen der DLRG Hainburg klappte hervorragend.

Die DLRG Ortsgruppe Seligenstadt nimmt regelmäßig an den vom Kreisverband durchgeführten Übungen und Ausbildungen im Bereich des Katastrophenschutzes teil, dennoch freute sich Erik Friedrich, Leiter Einsatz in Seligenstadt, dass dieses Mal vorwiegend jüngere Mitglieder dabei waren, die zum ersten Mal daran teilnahmen. „Von sechs Teilnehmern aus Seligenstadt waren vier zum ersten Mal dabei,“ erklärt Friedrich. „Wir sind froh über junge, engagierte Mitglieder, die bei uns in der Einsatzmannschaft nachrücken und mitarbeiten möchten.“ Dennoch sei auch weiterhin ausreichend Platz für neue Mitglieder. Wer bei der DLRG mitarbeiten und sich engagieren möchte, kann jeden Mittwoch ab 19:00 Uhr an der DLRG Station am Freischwimmbad vorbeikommen. Dort treffen sich die Aktiven zur regelmäßigen Aus- und Weiterbildung.

Kategorie(n)
Meldungen, Aktuelles, Einsatz, Ausbildung

Von: Martin Kremser und Erik Friedrich

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