Kinderfalle Gartenteich

Ein Gartenteich wirkt oft harmlos...

Eltern unterschätzen oft die Gefahren für kleine Kinder

In vielen Gärten bildet ein Teich den Mittelpunkt der Anlage, in anderen lädt ein Swimmingpool zum Baden ein. Teiche und Pools, aber auch mit Wasser gefüllte Tonnen oder Bottiche können zur Kinderfalle werden.

Unachtsamkeit und Sorglosigkeit der Eltern sind nach Ansicht der Lebensretter die häufigsten Ursachen für das Kinderertrinken. Viele Erwachsene sehen einen kleinen Gartenteich mit 40 cm Wassertiefe nicht als gefährlich an. Selbst derart kleine Gewässer können aber zur tödlichen Bedrohung für die Kleinsten werden. Die Lebensretter der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) raten allen Eltern zu Vorsicht und Wachsamkeit. Da Wasser kleine Kinder magisch anzieht, empfehlen die Sicherheitsexperten der größten Wasserrettungsorganisation der Welt, ihre Sprösslinge beim Spielen im Garten nicht aus den Augen zu lassen. Wachsamkeit ist in Gärten mit Teichen, Swimmingpools oder anderen Wasseranlagen die beste Unfallprophylaxe.

Nicht selten ist die Vernachlässigung der Aufsichtspflicht Ursache für tödliche Unfälle. Kleinkinder bedürfen einer ständigen Aufsicht, damit sie sich nicht Gefahren in ihrer Umgebung aussetzen, die sie aufgrund ihrer Unerfahrenheit und Unbesonnenheit noch nicht erkennen und beherrschen können. Zur Abwehr dieser für Kleinkinder bestehenden Gefahren ist zu allererst der Aufsichtspflichtige zuständig, weil ein umfassender Schutz für kleine Kinder nur durch ihre Beaufsichtigung, die lückenlos erfolgen muss, gewährleistet ist.

In Zusammenarbeit mit dem langjährigen Partner NIVEA führt die DLRG in Kindergärten zudem seit Jahren Informationsveranstaltungen, die sogenannten Kindergartentage, für Kinder und Eltern durch, um kindgerecht auf spielerische Art und Weise frühzeitig über Wassergefahren aufzuklären und richtiges Verhalten bei Unfällen zu üben. Erfahrene pädagogische Fachkräfte lehren den Kindern auf altersgerechte Art und Weise die Baderegeln und richtiges Verhalten im Wasser und in der Sonne. Die Kinder erleben die Bade- und Sonnenschutzregeln mit allen Sinnen: sie werden in Bewegungsgeschichten zu kleinen Rettungsschwimmern und üben sich im Umgang mit den Rettungsgeräten. Die Regeln werden gemeinsam erforscht, ausgemalt, gepuzzelt und zu guter Letzt gibt es im Puppentheater eine spannende Rettungsgeschichte rund ums Baden.

Eltern mit kleinen Kindern sollten bereits bei der Planung eines Gartenteiches geeignete Sicherheitsvorkehrungen treffen. Notfalls empfiehlt es sich, den Teich trockenzulegen oder zuzuschütten, bis die Kinder älter sind. Weitere Gefahrenquellen sind der Teich in Nachbars Garten oder der kleine Bach hinter dem Grundstück. Tore und Übergänge zum Nachbargrundstück sollten deshalb so gesichert werden, dass sie von Kindern nicht geöffnet oder überklettert werden können.

Mehr Informationen zu den oben genannten Kindergartentagen erhalten Sie auf Anfrage bei der DLRG Ortsgruppe Seligenstadt.

Quelle: Bild: www.dlrg.de, Text: DLRG Ortsgruppe Seligenstadt und www.dlrg.de

zurück