Unbewachte Badestellen an Seen und Flüssen bergen hohe Risiken

Große Flüsse, wie der Main, sind mit der Großschifffahrt und einer starken Strömung besonders gefährlich.

Viele Menschen zieht es in den schönsten Wochen des Jahres an idyllische Seen oder Flussabschnitte, um zu baden und sich abzukühlen. Doch Vorsicht: Gerade die unbewachten Badestellen bergen hohe Risiken. Die Gefahr, dort zu ertrinken ist um ein Vielfaches höher, als an von Rettungsschwimmern bewachten Badestellen. Die Statistik der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) belegt diesen Sachverhalt: Jedes Jahr ertrinken in Seen und Flüssen etwa 400 Personen, das sind etwa 85% aller tödlichen Wasserunfälle.

Damit der Badeausflug nicht mit einer Katastrophe endet, sollten folgende Sicherheitsregeln beachtet werden:

  • Schwimmen Sie nur an bewachten Badestellen und nur zu den offiziell bekannt gegebenen Zeiten.
  • Jeder Schwimmer sollte sich vor dem Bad bei Ortskundigen über mögliche Gefahren wie Strömungen, Wassertiefe, Brücken und Schiffsverkehr informieren.
  • In fließenden Gewässern gibt es starke, oft unerwartete Strömungen und überraschende Untiefen. Schwimmen Sie daher im Main oder anderen Flüssen nur, wenn Sie fit sind und über eine gute Kondition verfügen. Überschätzen Sie nicht Ihre eigene Leistungsfähigkeit.
  • Gehen Sie stets vorsichtig ins Wasser. Ein eleganter Sprung führt leicht zu schmerzhaften Verletzungen oder sogar Schlimmerem. Benutzen Sie nur frei zugängliche und gut einsehbare Stellen. Meiden Sie steinige und bewachsene Uferzonen, geschützte Gebiete, Schilfgürtel, Brut- und Laichgebiete.
  • Legen Sie schon vor dem Gang ins Wasser den Ort fest, wo Sie das Wasser wieder problemlos verlassen können. Berücksichtigen Sie dabei die Strömung.
  • Machen Sie keine Extratouren. Denken Sie daran: Wenn Sie alleine baden, kann Ihnen bei einem Unfall niemand helfen oder Hilfe holen.
  • Halten Sie unbedingt Abstand zu Häfen, Wehren, Schleusen (alle mindestens 100 Meter), Industrieanlagen, Spundwänden und Fahrrinnen der Schiffe.
  • Achten Sie beim Schwimmen sorgfältig auf Treibgut und Unterwasserhindernisse (entsorgte Fahrräder). Achtung Verletzungsgefahr!
  • Bei einem Sturz ins Wasser oder ersten Anzeichen von Erschöpfung gilt grundsätzlich: Schwimmen Sie sofort mit der Strömung (nie dagegen) ans Ufer. Sandbänke und Flachwasserbereiche sind im Falle der Erschöpfung wichtige Zufluchtsorte.
  • Bitte beachten Sie: In Flussabschnitten mit Gezeitenströmung verstärkt diese zum Teil die normale Flussströmung erheblich.
  • Bleiben Sie nicht zu lange im Wasser. Flusswasser erwärmt sich nicht so stark, wie Wasser in Seen oder Bädern. Beachten Sie die Gefahr einer Unterkühlung.
  • Aufblasbare Wassertiere, Reifen und Wasserbälle sind Spielzeug und keine Hilfsmittel zum Baden und Schwimmen. Besonders Luftmatratzen verleiten dazu, sich unkontrolliert treiben zu lassen. Diese Gegenstände haben in Fließgewässern nichts zu suchen.
  • Trinken Sie vor dem Baden keinen Alkohol und vermeiden Sie ein Bad unmittelbar nach einer Mahlzeit.

Quelle: Text: www.dlrg.de

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