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Einsatzabteilung

Großübung von DLRG, THW und Malteser in Seligenstadt

Veröffentlicht: 21.05.2026
Autor: Erik Friedrich

110 Einsatzkräfte trainieren für den Katastrophenfall

Seligenstadt - Bereits morgens um 8:00 Uhr wurde die Einsatzleitung per Melder aus dem Bett geklingelt: In der Übungswirklichkeit war die Situation im Kreis Offenbach angespannt, für den Ostkreis wurden für die Einheiten der DLRG, des THWs und des MHDs eine eigene technische Einsatzleitung (TEL) eingerichtet, die aufgrund der Bindung der Einheiten der Feuerwehr und des Regelrettungsdienstes in anderen Einsätzen die Koordination der Kräfte rund um Seligenstadt eigenständig übernehmen mussten. Größere Schadenslagen kündigten sich bereits an.

Mit „H FLUSS Y“ – Menschenleben in Gefahr wurden die Vorauseinsatzkräfte der DLRG um 08:25 als erstes alarmiert, um eine Person aus dem Main zwischen Seligenstadt und Hainburg zu retten.

Kurz darauf trat dann die Großschadenslage am Schleifbach neben der gleichnamigen Kläranlage ein: Die Führungskräfte von DLRG und THW wurden zum Erkunden geschickt und stellten fest, dass die Fußgängerbrücke über den Schleifbach beschädigt war und zudem ein großer Schadstoffeintritt in den Main drohte. Daraufhin entschied die Leitung, Kräfte des Katastrophenschutzes zusammenzuziehen: Vollalarm für den DLRG Kreisverband Offenbach-Land, das THW Seligenstadt und medizinische Absicherung und Verpflegung durch die Malteser aus Stadt und Kreis Offenbach. Im weiteren Verlauf wurden weitere THW Einheiten aus Wiesbaden angefordert.

Am Schwimmbadparkplatz in Seligenstadt wurde in kürzester Zeit ein Bereitstellungsraum für 22 Einsatzfahrzeuge und Anhänger und 110 Einsatzkräfte inklusive Verpflegung eingerichtet.

Der erste Einsatzauftrag war die Errichtung einer Sandsackfüllstation im Kieswerk in Karlstein, Transport zur Nato-Rampe Großwelzheim, Kranen der Paletten und Transport mit Booten in die Schleifbachmündung. Dort wurde durch die Strömungsretter der DLRG ein Deich zum Wasserrückhalt gebaut. Zeitgleich wurde mit dem Einsatzgerüstsystems des THW ein Behelfsübergang über den Schleifbach errichtet.

Daneben wurden weitere Einsätze eingespielt, wie u.a. ein Fahrradunfall und ein Kellertreppensturz mit Wirbelsäulenverletzung.

Um 13:30 Uhr verschärfte sich die Einsatzlage für die  Einsatzleitung aber auch für die eingesetzten Einheiten: eine angekündigte Stromabschaltung mit allen Problemen (Internet- und Mobilfunkausfall) in dreißig Minuten. Der Einsatzleitwagen wurde auf Strom-Aggregat und Satelliteninternet umgestellt, und die DLRG-Station als Katastrophenschutzleuchtturm als Anlaufstelle für die Bevölkerung in Betrieb genommen.

Gegen 16 Uhr wurde von der Übungsleitung das Szenario beendet, zwei Stunden später saßen die Helferinnen und Helfer der verschiedenen Organisationen zusammen im THW Seligenstadt und ließen den Abend gemütlich gemeinsam ausklingen.

Weitere Informationen gibt es auf der Webseite des Kreisverbandes.

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